Hallo liebe Kartenbauer,
ein Beitrag den ich im Thread zur Karte Ducherow verfasst habe, hat mich dazu inspiriert, mal eine Diskussion zu den individuellen Herangehensweisen beim Kartenbau zu eröffnen. Ich persönlich habe seit Veröffentlichung des DLC's "Cities in Motion 2: Europäische Städte" das Karten bauen in Cities in Motion komplett neu für mich entdeckt. Mittlerweile vergeht kaum ein freier Abend, an dem ich nicht für zwei entspannte Stunden an einem neuen Projekt weiterarbeite. Dank der konstruktiven Kritik anderer Nutzer gibt es stets neuen Ansporn, beim nächsten Projekt alte Fehler zu vermeiden, neue Techniken auszuprobieren, andere Schwerpunkte zu legen usw. ... Dieser Thread könnte als reger Austausch von Tipps und Inspirationen dienen, dank derer wir uns beim Kartenbauen weiter verbessern können. Ich sehe diesen Thread so, dass jeder frei sein Wissen und seine Erfahrungen niederschreiben kann. Auch fruchtbare Diskussionen zu strittigen Aspekten wären sicher spannend. Z.B. Wie fangt ihr mit dem Bau einer Karte an? Seit ihr Schönbauer, legt ihr mehr Wert auf eine interessante Kartenstruktur und das Konzept? Welche Philosophie verfolgt Ihr beim Kartenbau?
Im besagten Thread zu Ducherow habe ich bereits einige meiner persönlichen Herangehensweisen dargestellt:
ZitatAlles anzeigenIch gehe selbst immer so vor, dass ich zunächst eine ganz einfache
Topographie auf die Karte skizziere. Gebirge und Hügel sind m.M.n. zu
Beginn des Kartenentwurfs noch nicht so wichtig, es sei denn sie sollen
maßgeblich die Karte mitprägen (Hänge die zum Stadtbild dazugehören
sollen z.B.) Ansonsten reicht es erstmal ganz grob Flussverläufe oder
Küstenlinien zu malen. Danach überlege ich mir ein paar zentrale,
wichtige Punkte: Wo ist der Hauptbahnhof? Wo ist das Stadtzentrum mit
dem Dom? Würde sich in einer Flussbiegung ein Park sehr gut machen?
Danach kommen die allerwichtigsten Hauptverkehrsadern: Die Autobahnen
und deren Knotenpunkte, mit einem 20-25 Meter Pinsel male ich dann die
ersten Bahndämme auf die Karte, die ich hinterher nachbearbeite. Dabei
achte ich darauf, dass nicht alles in penibel sauberen 90° und
45°- Winkeln angeordnet ist. Das tolle am rasterfreien bauen in CIM2 ist
doch vor allem: ... das rasterfreie bauen!;)
Mit dieser Vorarbeit, die meist nur 1 bis 2 Stunden dauert, legt man
bereits das Fundament für ein spannendes Kartenlayout. Jetzt lässt sich
die Karte vollends auf den vorhandenen Strukturen aufbauen. Wichtig ist:
Jetzt gibt es einen topographischen Rahmen, an den sich das Stadtlayout
anpassen muss. So kann man wunderbar aus dem robomässigen "ich baue die
ganze Karte mit einem Nordsüd-Ostwest Raster zu" ausbrechen. Sicher
gibt es verschiedene Wege, um zu spannenden Ergebnissen zu kommen, aber
ich finde eine kleine konzeptionelle Vorbereitung jeder Karte persönlich
sehr wichtig.
Das sind natürlich nur meine persönlichen Vorlieben/Erfahrungswerte. Da es hier kein richtig oder falsch gibt, und jeder seine eigenen Prioritäten hat, könnte es hier sicher ein interessantes Spektrum an Techniken, Trick und Tipps geben, die für jeden von uns inspirierend sein könnten ![]()
Auf dass wir noch viele interessante Karten für CIM2 erstellen ![]()