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Fragen, Kritik und Antworten zur Eisenbahn (Technik, Vorschriften, Arbeitsalltag, etc. ......)

  • SvenH86
  • 8. August 2011 um 23:20
  • Speedy
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    21
    • 12. Oktober 2011 um 10:24
    • #121
    Zitat von SvenH86

    Wie haste die Frage denn dann gemeint?

    So:

    Zitat von Walter1940

    Wie oft darf die Kurzzeitleistung abgerufen werden ? Wenn max. 10 min. am Stück drin sind, wie lange muß man dann warten - und bei welcher Leistungseinstellung -, bis man wieder die Kurzzeitleistung abrufen darf ? Und inwieweit verkürzen sich die Intervalle, wenn man die Kurzzeitleistung statt zehn Minuten am Stück z.B. nur für drei Minuten abruft ? Wie wird das gesteuert ? Geht das automatisch (also per Bordcomputer nach Zeit, Temperatur u.a. Parametern), oder kann der Lokführer das "nach Gefühl" regeln ?

    • Zitieren
  • SvenH86
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    91
    • 12. Oktober 2011 um 10:51
    • #122

    Danke Speedy. Ich stand wohl ganz schön auf dem Schlauch ^^

    Also nochmal Walter:
    Die Kurzzeitleistung kann Ich i.d.R. bei jeder Anfahrt verwenden. Wenn Ich den ET 440 fahre habe Ich ne "Powerboosttaste", die ca. 5% mehr Leistung bringt. Sobald Ich in eine Bremsstufe gehe fällt dieser Boost wieder weg. Das kann Ich beliebig oft machen. Der 425/423/424/426 kann keine Kurzzeitleistung abrufen. Wie es bei anderen Baureihen ist kann Ich dir leider nicht sagen, da ich diese nicht habe. Das bekommen wir mit den Unterlagen zu den jeweiligen Baureihen in der Ausbildung.
    Ich hoffe, das es jetzt passt ^^

    Zitat von Loco-fan

    Ich habe mal eine ganz andere Frage. Die Notbremse, was genau passiert, wenn man sie betätigt als Fahrgast, bremst der Zug sofort runter, wird man mit dem TF verbunden bekommt der TF ein (Evtl. akkustisches) Signal oder was genau passiert dann?
    Gibt es da eigentlich auch eine Regelung, wie stark der TF maximal bremsen darf? (Bei normalem Halt.)

    Wenn die Notbremse gezogen wird, werden im Zug Ventile geöffnet, die die Hauptluftleitung (5 bar) schlagartig entlüften. Das kann sich auf dem Führerstand verschieden ausdrücken (Leuchtmelder, Displayanzeige, u.s.w.). Zu allererst macht sich der Druckabfall am Manometer bemerkbar. Diese Bremsung muss der Lokführer mit einer Schnellbremsung (vollständiges Entlüften der HLL) und Sanden bis zum Stillstand unterstützen.

    Es gibt dann auch eine sogenannte Notbremsüberbrückung (NBÜ). Diese ist auf Strecken vorgeschrieben, wo viele Tunnel, Brücken bzw. unwegsames Gelände vorhanden sind. Wenn da die Notbremse gezogen wird macht sich das beim Tf i.d.R. durch das Aufleuchten eines Leuchtmelders und das Ertönen einer Hupe bemerkbar. Dies muss der Tf über einen Taster quittieren, wenn der Zug sich in einem NBÜ-Abschnitt befindet. Sonst bekommt er sofort eine Zwangsbremsung. Dann kann der Tf den Zug an einer ungefährlichen Stelle zum Halten bringen, die z.B. Rettungskräfte dann leichter erreichen können. Typische NBÜ-Strecken sind z.B. die Schnellfahrstrecken Frankfurt (Main) - Köln, Würzburg - Hannover, Ingolstadt - Nürnberg und die noch im Bau befindliche Neubaustrecke Erfurt - Nürnberg.

    Übrigens:
    Die vorsätzliche und nicht erforderliche Betätigung einer Notbremse ist in Deutschland ein Vergehen gemäß § 145 StGB (Missbrauch von Notrufen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln). Aufgrund des abrupten Stopps von Verkehrsmitteln kann ferner ein Vergehen der Körperverletzung vorliegen. Die hierbei entstehenden Kosten (Verkehrsausfall, Körperverletzungen) können dem Verursacher in Rechnung gestellt werden."
    Dieser Thread wurde nun schon fast 2.200 mal aufgerufen ^^
    Ich hätte ehrlich nicht mit so einem starken Interesse gerechnet.
    Das motiviert mich und ich freue auf weitere Fragen. Ihr könnt genauso auch Kritik üben.
    Ich freue mich jedenfalls über jede Frage von euch! Danke!

    Bei Fragen zum realen Bahnbetrieb einfach mal in meinen Thread
    "Fragen, Kritik und Antworten zur Eisenbahn (Technik, Vorschriften, Arbeitsalltag, etc. ......)" reinschauen!

    Ich bin für alle Fragen und Kritik zur Bahn offen und stehe euch sehr gerne Rede und Antwort :thumbup:

    4 Mal editiert, zuletzt von SvenH86 (12. Oktober 2011 um 22:58)

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  • Mr Krabs
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    • 14. Oktober 2011 um 21:56
    • #123

    ich hab dann da auch mal was;)

    hier bei uns dreht aktuell die Nordwestbahn ihre Runden, das ham die jetzt die letzten Jahre kontinirlich mit Talents ( Talenten?) getan, und seit ca 2 wochen tauchen hier wahllos auch mal Lints auf der Strecke auf, brauchen die da dann nicht ne extra Zulassung für? Is doch quasi nur Geldverschwendung 2 verschieden Zugtypen auf einer Strecke zu bertreiben. Und zwischendrin taucht auch immermal n (relativ neu aussehneder) Lint der Hessischen Landesbahn auf, der auch komplett so lackiert ist, sind das dann iwie Miet- oder gekaufte Fahrzeuge oder können sich 2 Unternhemen eine Strecke teilen? Wobei Hessen ewig weit entfernt ist :D

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  • SvenH86
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    • 14. Oktober 2011 um 22:30
    • #124

    Es kann sein, das bei der NWB die eigentlichen Talente nicht zu Verfügung stehen (Schadbestand, Werkstattaufenthalt, u.s.w.). Um diesen Fzg-Mangel entgegenzuwirken werden oftmals - für die Zeit des Ausfalls - Fzg anderer Unternehmen angemietet, denn die Leistungen sind i.d.R. vom Land bestellt und müssen erbracht werden.

    Der andere Aspekt ist, dass die Fzg für die zu befahrene Strecke zugelassen sein müssen. Deshalb wird vorher immer bei Testfahrten dies geprüft. Daher sind die Strecken von Seiten des Netzes in unterschiedliche Streckenklassen eingeteilt.

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  • Mr Krabs
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    • 14. Oktober 2011 um 23:35
    • #125

    möglich, aber trotzdem doch n enormer Kostenfaktor ?(
    und gleichzeitg wo der Fremde da unterwegs ist stehn dann da 2 3teiler zusammen im Bahnhof, wovon der hintere komplett leer war :s

    und n halbes dutzend hauseigene Lints aus unterschiedlichen Bauserien ( denk ich mal, zmd haben die tlw grüne und tlw orangene Anzeigen) ham die ja denk ich mal auch nicht irgendwo rumstehen ?(

    Einmal editiert, zuletzt von Mr Krabs (14. Oktober 2011 um 23:41)

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  • SvenH86
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    • 15. Oktober 2011 um 07:46
    • #126

    Schon möglich. Es kann sein das eine Strafzahlung (Pönale) wegen nicht erbrachter Leistung höher ist als ein Fremdfahrzeug anzumieten. Und die eigentlichen Fzg werden wohl umgebaut, redesignt oder modernisiert. Und wenn das passiert ist das in den meisten Fällen eine Bauartänderung, die vom EBA wieder zugelassen werden muss. Das dauert dann immer ne Weile (Beispiel siehe Zulassung ET 442)
    Wie gesagt, werte Usergemeinde! Ich bin auch für jegliche Kritik offen.

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  • Loco-fan
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    • 17. Oktober 2011 um 23:07
    • #127

    Ich wüsste nicht wie ich kritisieren sollte, ich mein wir fragen dich ja Dinge, die wir selber nicht wissen, magst du das kurz erläutern?

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  • Speedy
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    • 17. Oktober 2011 um 23:17
    • #128
    Zitat von Loco-fan

    Ich wüsste nicht wie ich kritisieren sollte, ...


    Wahrscheinlich gegen die Bahn allgemein, nicht gegen ihn persönlich. ;)

    Aber das ist kein Grund dauernd das Thema nach oben zu puschen. :(Bitte unterlassen.

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  • SvenH86
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    • 17. Oktober 2011 um 23:34
    • #129

    Ist ok Speedy. Danke für den Hinweis ^^
    Und die Bahn im allgemeinen meine ich auch. Derzeit ist es ja etwas ruhiger um Stuttgart 21 geworden oder ab Dezember werden wieder die Fahrpreise erhöht, ganz zu schweigen von diversen Unfällen, die in letzter Zeit etwas häufiger aufgetreten sind.

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  • Speedy
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    • 17. Oktober 2011 um 23:36
    • #130

    Jetzt, wo du es ansprichst.

    Die Bahnpreise:
    Da sind doch nicht wirklich "nur" die Energie- und Personalkosten schuld, oder? Was wird da noch alles mit reingerechnet? Weißt du da was genaueres?

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  • Loco-fan
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    • 17. Oktober 2011 um 23:41
    • #131

    Eingerechnet wird die Geldgier der Manager :D. Nein im Ernst, ich kann mir nicht vorstellen, das die preiserhöhung auf grund von gestiegenen Öl/ Strom/ Personalkosten entstanden sind, das glaube ich nun wirklich nicht.

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  • SvenH86
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    • 18. Oktober 2011 um 05:20
    • #132

    So blöde das vielleicht klingen mag, aber das entspricht soweit der Wahrheit :S
    Energie ist nun mal teuer!

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    Einmal editiert, zuletzt von SvenH86 (18. Oktober 2011 um 05:25)

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  • Speedy
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    • 18. Oktober 2011 um 09:30
    • #133

    Aber der Vandalismus ist doch für die Bahn auch ein teures Pflaster? Z. B. die Brandanschläge auf Regionalbahnen in Brandenburg oder der Klau von Oberleitungen (wegen Altmetallhandel) oder das Beschmieren von S-Bahn Zügen in Berlin. Um mal einiges zu nennen.

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  • SvenH86
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    • 18. Oktober 2011 um 10:48
    • #134

    Das ist auch ein Problem, das nicht von der Hand zu weisen ist. Bei sowas zahlt aber erstmal die Versicherung. Und die holt sich das dann von den (gefassten?) Tätern zurück.

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  • Finsternis
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    • 18. Oktober 2011 um 18:22
    • #135
    Zitat von SvenH86

    Ist ok Speedy. Danke für den Hinweis ^^
    Und die Bahn im allgemeinen meine ich auch. Derzeit ist es ja etwas ruhiger um Stuttgart 21 geworden oder ab Dezember werden wieder die Fahrpreise erhöht, ganz zu schweigen von diversen Unfällen, die in letzter Zeit etwas häufiger aufgetreten sind.

    Sagen alle die nicht in Stgt. wohnen
    und die Demos und Kundgebungen
    dieser S21 Spinner nicht mitbekommen
    bzw. deren wegen ständig im Stau stecken
    wo sie doch nach 10 std Arbeit und ca. 14 std
    Abwesenheit von Zuhause nur heim wollen.

    Finsternis

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  • Speedy
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    • 18. Oktober 2011 um 19:13
    • #136

    Das sollte wohl soviel heißen wie, dass es in den Nachrichten ruhig zu diesem Thema geworden ist. Ist wohl nicht mehr "sooo" interessant; Quotenmäßig gesehen. Aber das da so viel los ist, hätte ich auch nicht gedacht. :whistling:

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  • SvenH86
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    • 18. Oktober 2011 um 21:59
    • #137

    In der Tat bin ich dabei von den Nachrichten ausgegangen

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  • bleistift2
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    • 22. Oktober 2011 um 15:38
    • #138

    Da ich in Physik gerade E-lehre hab, waren wir auch kurz bei der E-Lok. Mein Physiklehrer sagt, dass die Deutsche Bahn eigene Kraftwerke hat, die Wechselstrom mit ca. 20 Hz erzeugen und den Stromkreis durch Leiterplatten im Grundwassser schließen. (Der Strom "fließt" also vom Kraftwerk über Hochspannungsleitungen in die Lok, durch den E-Motor, durch die Räder, die Gleise, Stromableiter (diese Kabel, die alle x Meter in den Boden gehen), ins Grundwasser und durch diese Leiterplatten zurück ins Kraftwerk.
    Meine Frage ist jetzt: Warum nur 20Hz (oder 17, irgendwas in der Richtung) und keine 50, wie es sonst üblich ist,
    und stimmt es wirklich, dass das Grundwasser unter Strom gesetzt wird, um die Kosten für eine Rückleitung zu sparen?
    (Falls der Text undeutlich war, hier nochmal der gezeichnete Hefteintrag: Uploaded with ImageShack.us

    bleistift2

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  • Lochris
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    • 22. Oktober 2011 um 18:38
    • #139

    Nette Zeichnung :D
    Das ist schon üblich, um die Rückleitung zu sparen, Stichwort Masseleitung. Aber ich dachte bisher immer, der Strom würde durch die Schienen zurückfließen? Weder Grundwasser noch Schienen werden dabei übrigens unter Strom gesetzt (du kannst ja beides problemlos anfassen), da es ja sozusagen der Minuspol ist. (Ich bin kein Physikexperte, daher hab ich wohl nicht die richtigen Fachausdrücke verwendet, man möge mir dies verzeihen. Hören wir, was der Experte dazu sagt ;) )

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    • 22. Oktober 2011 um 18:43
    • #140

    Stellt euch dass so vor, die Oberleitung hat ein Potenzial von 15.000V, die Schiene als Masse 0V, dieses Potenzial wird durch das Fahrzeug überbrückt. Wenn man sagt, es sind auf einer Leitung X Volt Spannung, dann wird das immer auf die Masse bezogen.
    EDIT: Deshalb kriegen Vögel auf Stromleitungen keinen Schlag, weil über sie kein Strom fließt. Ein Stichwort wäre nochmal Erdung.
    PS: tolle Zeichnung.

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