Leipziger Portikus gleitet langsam dahin
In Leipzig hat die spektakuläre Verschiebung des Portikus des Bayerischen Bahnhofs begonnen. Bis zum frühen Nachmittag legte das 16 Meter hohe Säulentor die Hälfte seines Weges zurück.
Bislang hat der 2.200 Tonnen schwere Bau die Reise ohne Probleme überstanden. Insgesamt 30 Meter soll der Portikus des denkmalgeschützten Bahnhofs in den nächsten Stunden zurücklegen, um am Abend seinen vorübergehenden Standort zu erreichen.
Hunderte Schaulustige verfolgen das Spektakel als Zaungäste. Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung hatten am Morgen den Startschuss für die ungewöhnliche Reise gegeben. Auf Gleitschienen bewegt sich der Portikus seit dem Zentimeter für Zentimeter vorwärts. Anfang März war er dafür von seinem Fundament und der angrenzenden Gaststätte abgesägt worden.
2008 zurück am alten Platz
Die Verschiebung des Portikus ist nötig, um den Bau des neuen Leipziger City-Tunnels zu erleichtern. Wenn die Station Bayerischer Bahnhof fertig ist, kehrt er wieder an seinen ursprünglichen Platz zurück. Laut Bahn ist das für 2008 geplant. Der gesamte City-Tunnel soll 2009 fertig sein. Die vier Kilometer lange unterirdische Bahn-Trasse unterquert die Leipziger Innenstadt und verbindet dann den Hauptbahnhof über zwei Röhren und zwei zentralen Stationen mit dem Bayerischen Bahnhof.
MfG Feldhase