Die Geschichte der drei Loks beginnt in Kiel. Dort baute die ansässige Maschinenfabrik (MaK) im Jahre 1989 auf eigene Kosten drei Musterlokomotiven vom Typ DE 1024. Es handelt sich um 126 t schwere, universal einsetzbare Hochleistungsdiesellokomotiven, welche vor 160 km/h schnellen IC-Zügen, wie auch vor schweren Güterzügen eingesetzt werden können. Dies wirkt im heutigen Zeitalter der 330 km/h - ICE etwas befremdlich, war damals aber Programm. Die Loks sind mit 3600 PS bis heute die stärksten, je in Deutschland gebauten, einmotorigen Diesellokomotiven.
Das Firmen-Konsortium Krupp MaK / ABB / BBC wollte der damaligen Deutschen Bundesbahn eine moderne Lokomotive als Ersatz für den relativ veralteten Diesellokpark anbieten. Die Einsatzgebiete wären hauptsächlich die nicht elektrifizierten Strecken in Norddeutschland gewesen. Angedacht war auch eine Exportvariante für Gebiete mit tropischen Klima. Diese wären mit schmalen Maschinenraum-Aufbauten und außen liegenden Gangbord ausgestattet worden. Nach einer umfassenden Erprobung durch die DB konnte man sich allerdings nicht für einen Kauf der Lokomotiven entschließen. Die Gründe lagen in der Elektrifizierung Schleswig-Holsteins sowie dem plötzlichen Überhang an leistungsstarken DR-Lokomotiven nach der Öffnung der deutsch-deutschen Grenze. So blieben die drei Maschinen Einzelgänger.
Im Jahre 1996 entschloss sich die HGK zum Kauf der Lokomotiven. Man setzte sie zuerst hauptsächlich im Müllverkehr nach Mechernich ein. Nach einer entsprechenden Modifizierung fuhren die Maschinen dann bis 2003 im Shuttle-Verkehr nach Rotterdam. Aus diesen Verkehren wurden sie mittlerweile durch die JT 42 CWR (Class 66) verdrängt, so dass sie wieder verstärkt im Kölner Raum zu sehen sind.
Auf der Basis der DE 1024 entstand die spätere Di 6 / ME 26 / DE2700. Mit den für Norwegen bestimmten Loks hatte man leider auch nicht viel Erfolg. Heute sind sie im Einsatz der NOB.
files:
DBR240.dat - D DB BR240 (MaK DE1024)
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