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SIEMENS bei Galileo

  • Seelenquell
  • 9. August 2007 um 21:05
1. offizieller Beitrag
  • Seelenquell
    Gast
    • 9. August 2007 um 21:05
    • #1

    ich hab heut durch zufall mal tv geschaut (meine frau war unterwegs :D ) und da bin ich auf galileo gestoßen. wie es (schon wieder ein) zufall so will, kommt was über die herstellung einer e-lok. anhand einer schematischen darstellung einer es64u2, einer slowenischen es64u4, einer er20 und einer vietnamesischen pseudo-er20 (komm grad nich auf den namen). sehr interessant das ganze.

    wer will, 5.00 kommt die wiederholung.. :D

    • Zitieren
  • Sebastianeh
    Administrator
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    • 9. August 2007 um 21:40
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    5 Uhr die Wiederholung :schock:, zum Glück habe ich es heute gesehen.

    War recht interessant, nicht nur der Aufbau, sondern auch mal die Funktionsweise einer E-Lok.

    Am besten fand ich, das die Loks noch in Handarbeit entstehen und das in der heutigen Zeit, wo die Maschinen fast alles übernehmen.

    Mfg Sebastian

    <p>I think my pig whistles.</p>

    • Zitieren
  • robinH
    Erleuchteter
    Beiträge
    3.183
    Filebase Einträge
    61
    • 10. August 2007 um 16:35
    • #3

    Schade, ich habs nicht gesehen. War bis jetzt nicht online.

    Grüße an alle

    ---------------

    Einmal editiert, zuletzt von robinH (10. August 2007 um 16:35)

    • Zitieren
  • Lonsome Cowboy
    Schüler
    Beiträge
    82
    • 12. August 2007 um 05:40
    • #4

    Hi all,

    sorry, ich las den Hinweis auch zu spät!

    Zum Thema Handarbeit an der Siemens-Lok hier ein Beitrag aus der deutschen Rhein-Neckar-Zeitung vom 08. August 2007:

    Ein Stück vom Weltrekord geht an Hüller Hille

    (schat) Für einen Weltrekord braucht es in der Regel viel Vorbereitung, alle Rädchen müssen ineinandergreifen. Insbesondere dann, wenn es darum geht, eine konventionelle Lokomotive schneller fahren zu lassen als je zuvor. Bei der Hüller Hille GmbH in Mosbach darf man sich diesbezüglich einigermaßen stolz auf die eigenen Schultern klopfen, hat man doch seinen Beitrag zu einem neuen Geschwindigkeitsweltrekord geleistet. Indem man dafür gesorgt hat, das sich die Räder einer Siemens-Elektrolok dermaßen sauber drehen, dass das Gefährt mit sage und schreibe 357 Stundenkilometern über die Gleise schießen konnte.

    Wie es dazu kam? Von der tschechischen Firma Bonatrans Group in Bohumín hatte Hüller Hille (als Unternehmen der MAG Industrial Automation Systems) zunächst einen 3,1 Mio. Euro schweren Auftrag zum Bau von zwei Vertikal-Drehmaschinen erhalten. Bereits 2005 hatten die Diedesheimer Spezialisten zwei baugleiche Maschinen zur Bearbeitung von Eisenbahnrädern an Bonatrans geliefert. Das 1965 gegründete Unternehmen zählt heute zu den wichtigsten europäischen Herstellern von Eisenbahnbedarf, insbesondere von kompletten Radsätzen.

    Bonatrans war neben Siemens und der Deutschen Bahn einer von insgesamt neunzehn Kooperationspartnern, die den neuen Geschwindigkeits-Weltrekord für Lokomotiven aufgestellt haben. Eine elektrische Mehrsystemlokomotive von Siemens (Typ ES 6404), bekannt unter dem Namen Taurus, erzielte auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Ingolstadt und Nürnberg mit 357 Stundenkilometern eine neue Bestmarke. Der bisherige Rekord von 331 km/h wurde seit 1955 (!) von der französischen Bahn gehalten.

    Bei der Weltrekord-Lokomotive handelt es sich um ein Fahrzeug aus der Serienproduktion für die Österreichischen Bundesbahnen. Lediglich ein Stromabnehmer und zwei Radsätze wurden mit spezieller Messtechnik ausgestattet. Die lieferte die notwendigen Informationen für die Überwachung der Fahrten. Die Lokomotive ist mit Serienrädern der Firma Bonatrans ausgerüstet. Nach dem Warmwalzen und einer Wärmebehandlung zum Erreichen der geforderten mechanischen Eigenschaften werden die Räder auf den Hüller Hille Drehmaschinen zerspant und erhalten ihre endgültige Form.

    An sich sind die bereits tausendfach mit den Hüller-Hille-Maschinen hergestellten Bonatrans-Räder für Fahrgeschwindigkeiten bis 250 km/h konstruiert. Im Rahmen der Vorbereitungen für den Weltrekord hat ein Projektteam allerdings die Komponenten für Geschwindigkeiten über 350 Stundenkilometer "getunt", wobei die Sicherheit bei allem Rekordstreben an erster Stelle stand.

    Hartmut Landhäußer, der als zuständiger Gebietsverkaufsleiter bei Hüller Hille den Auftrag nach Mosbach geholt hat, sagt nicht ohne Stolz: "Also indirekt ist Hüller Hille schon an diesem Weltrekord beteiligt. Schließlich produziert Bonatrans mit unserer computergesteuerten Vertikal-Drehmaschine die Eisenbahnräder in unglaublicher Qualität im Hunderstel-Millimeter-Bereich. Und das mit einer enormen Antriebsleistung, die man selbst in unserer Branche nicht alle Tage findet. 225 PS werden da an der Schnittstelle Eisenbahnrad und Schneidwerkzeug angesetzt." Diese Kraft werde aber auch dringend benötigt, da zwei Werkzeuge gleichzeitig mit einer maximalen Schnitttiefe von 12 Millimeter dem Eisenbahnrad "zu Leibe" rücken.

    In einer Viertelstunde Bearbeitungszeit verringert die Hüller Hille Maschine das Rohgewicht des Rades von durchschnittlich 1200 auf nur noch 800 Kilogramm. Da das Eisenbahnrad von beiden Seiten bearbeitet werden muss, wird es vom Greifer der Ladeeinrichtung automatisch von der einen auf die andere Seite gewendet. Die Auslieferung der beiden neuen "Weltrekord-Maschinen" aus Diedesheim ins tschechische Bohumín ist übrigens für November 2007 geplant.
    _________________________________

    Ehe ich mich verabschiede: Die Loks von Seelenquell mit passendem Ton von RobinH und Walter sind wirklich suuuuper!

    Mehr begesiterte U's habe ich mir in wegen des Zensors geschenkt, aber ich denke sie hier trotzdem!

    LG LC

    Träger des Verwarnungsordens 1. Klasse, ich rede und schreibe trotzdem so weiter, wie mir der Schnabel gewachsen ist.

    • Zitieren

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