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Die Schweiz

  • Clandestino
  • 25. Oktober 2004 um 16:37
  • Clandestino
    Gast
    • 25. Oktober 2004 um 16:37
    • #1

    Ich weiss das es viele Schweizer gibt hier jedoch auch andere Nationen

    Viel Spass beim lesen.

    Allgemeines

    Die Schweizer bringen unter ein 'Sennechäppli', was normale Menschen nicht einmal unter einen Sombrero brächten.
    Das wesentliche Merkmal des Kantons Aargau ist es, dass er zwischen Zürich, Basel und Bern liegt.
    Wenn die Welt untergeht heisst das noch lange nicht, dass das die Schweiz auch betrifft.
    ''Unser Notenpapier hat einen unnachahmlichen Klang.'' Urs W. Bircher, stellvertretender Direktor der Schweizerischen Nationalbank
    Der Steuersatz liegt in der Schweiz zwischen 2.87 und 16.64 % des Jahreseinkommens, abhängig von der Gemeinde resp. des Kantons, in dem man wohnt; Für den Schweizer läge der akzeptable Steuersatz jedoch nahe null Prozent.
    Ironie wird im Zweifelsfalle eher nicht verstanden.


    Sprache

    Der 'Deutschschweizer Dialekt' als Ganzes ist mit dem Hochdeutschen etwa so eng verwandt wie ostfriesisches Platt mit der niederbayerischen Mundart.
    Die Pflicht, sich im Auto anzuschnallen, heisst Gurtenobligatorium.
    Die Ständerlampe ist eine Stehlampe und keine Genitalbeleuchtung.
    Bitte sagen Sie zum Gipfeli (Hörnchen, Croissant) nicht Kipfelchen. Ein Franken ist kein Fränkli, ein Hund kein Hundeli (wenn schon, dann Hündli), und ein Tram (Strassenbahn) kein Trämli (ausser in Basel, dort ist es ein Drämmli'). Sie erheitern damit nämlich keinen Schweizer, sondern machen sich selber nur lächerlich.
    Lassen Sie bleiben, was Sie zu beherrschen glauben, in Schweizer Ohren aber im allgemeinen übel klingt: Grützi, grüüzi oder grüzzi! Bleiben Sie bei 'Guten Tag', bis Ihnen jemand für Ihr Grüäzi die Prüfung abgenommen hat. Oder wenden Sie den Verschlucktrick an und sagen Sie ~-zi. Das machen auch viele Schweizer so.
    Ein Harass ist kein Schäferhund, sondern eine Getränkekiste. Wenn von einem Mödeli Anke die Rede ist, so ist kein Mädchen namens Anke gemeint, sondern 100 Gramm Butter. Und wer Sie fragt, ob Sie ein Zältli möchten, der will Ihnen keine kleine Campingausrüstung aufschwätzen, sondern ein Bonbon anbieten. Chriesi sind keine Krisen, sonder Kirschen (wobei ein Herzchriesi im Slang für einen Herzinfarkt gebraucht wird).
    Bestellen Sie in einer Kneipe (Schpunte, Beiz, Chnelle) ein Tschumpeli Dohl. Das Risiko dürfte sich lohnen, wenn alles glatt läuft, bekommen Sie ein Gläschen Rotwein (Dôle).


    La grande nation, die Schweizer & das Essen

    Café, Restaurant, Coiffeur (ja nicht Friseur!), Trottoir, Billet, Jupe statt Rock, pressant (statt in Eile), Apéro, Dessert, Sauce, Glacé, Radio statt Rundfunk. Gewöhnen Sie sich an das leise Lächeln des Schweizers, wenn Sie sich mit Städtenamen wie Vevey abmühen (Es sei hier verraten: Wöwä).
    Wenn Sie in der Schweiz ein Müsli bestellen, grinsen Ihre Gastgeber in sich hinein, denn Sie scheinen eine kleine Maus verspeisen zu wollen. Die in der Schweiz von Dr. Bircher entwickelte Frucht-Joghurt-Flockenmischung ist hierzulande nämlich ein Müesli.
    Spargeln ist in der Schweiz kein Verb (ich habe gespargelt), sondern schlicht die Mehrzahl von Spargel, wie sie in Deutschland nicht existiert.


    Heiterkeit

    Zu Heiterkeit geben dem Deutschen immer wieder hochdeutsche schweizerische Formulierungen wie 'Fehlbare Automobilisten werden gebüsst' Anlass, oder schriftliche Warnungen in Trams, dass Fahrgäste ohne Billet 50 Franken für die Umtriebe zahlen müssen. Für deutsche Augen liest sich das zugegeben belustigend. Aber wenn Sie als Schweizer den hundertsten Deutschen erlebt hätten, der das alles zum Schiessen komisch findet, könnten auch Sie sich vielleicht nicht des Eindrucks erwehren, dass die komische Provinzialität mehr auf Seiten des deutschen Gegenübers als auf der eigenen ist.


    Telefonieren

    Die putzigste Eigenart des Schweizers beim Telefonieren: Wie kurz auch immer Ihr Schweizer Telefonpartner das Gespräch unterbrechen muss, er wird es mit diesen Worten wiederaufnehmen: 'Sind Sie noch da?' Antworten Sie mit einem schlichten 'Ja', und wundern Sie sich nicht. Es ist nun einmal eine Redensart am Telefon, und die ironische Antwort: 'Nein', Sie hätten sich gerade eben in Luft aufgelöst, würde Ihren Gesprächspartner nur unnötig befremden. Wenn ein Engländer Sie mit 'How do you do?' begrüsst, erklären Sie ihm ja auch nicht, wie Sie es am liebsten treiben.
    Eine Besonderheit in punkto Telefon ist die, dass der Schweizer die Wählscheibe sprachlich als eine Art Nummernschloss behandelt: Das Fräulein von der Auskunft (die gemäss der Telefonnummer 111 kurz das 'Hundertelfi' genannt wird) wird Ihnen nämlich mitteilen, welche Nummer Sie einstellen müssen.


    Einkaufen

    Für die Papiertüte im Supermarkt müssen Sie 30 bis 50 Rappen bezahlen. Das ist kein hinterfotziger Angriff auf Ihren Geldbeutel, sondern eine erzieherische Massnahme, um die Wegwerfgesellschaft zu bekämpfen. Wenn Sie also einen Schweizer mit einer leeren Papiertüte antreffen, ist er vermutlich auf dem Weg zum Einkauf.


    Pünktlichkeit, Militärdienst...

    Über die Pünktlichkeit der Schweizer wird zu Unrecht gelästert. Sie gehen damit viel lockerer um, als Sie glauben. Wenn man Sie um 19.30 Uhr bestellt hat, können Sie durchaus eine Minute zu früh bis zwei Minuten zu spät kommen. Das wird immer noch als passabel pünktlich empfunden.
    'Militärdienst leisten, Militärdienst verweigern': Jeder Schweizer schuldet dem Staat 4 Monate Rekrutenschule (die 'Lehrzeit' in der Armee) und jährliche 'WK's' (Wiederholungskurse, das Absitzen von ein paar Wochen, in Uniform). Die geleistete Dienstzeit wird im diminuitiven 'Dienstbüchlein' niedergeschrieben. Es ist wahr, dass jeder Schweizer (der 'Dienst leistet' mit der Waffe) zu Hause sein eigenes Sturmgewehr liegen hat. Es ist ebenso wahr, dass viele Schweizer sich lieber dem Dolce Vita (selten) oder der Karriere widmen (öfter), als 'Dienst zu machen' und sich mit - Verzeihung - fadenscheinigen Gründen 'vom Militärdienst befreien' lässt. Allerdings muss er dann während etwa 30 Jahren einige hundert oder einige tausend Franken 'Militärdienst-Ersatzpflicht-Steuer' bezahlen - egal, ob er keinen Dienst leisten will oder wirklich nicht kann.


    Schweiz intim

    Die Waschküchenbenutzung in Mietwohnungen von Mehrfamilienhäusern:
    Verstösse gegen die Waschküchenordnung werden in der Regel nicht im persönlichen Gespräch, sondern durch das Aufhängen grossformatiger Botschaften mit vielen Ausrufungszeichen an Türen, Waschmaschinen und Wasserhähnen geahndet. Schon ein einziger nach Ablauf der eigenen Waschküchenbenutzungsfrist liegengebliebener Socken hat in der Regel nicht nur eine Zurechtweisung zur Folge, sondern auch die verbitterte Erklärung, dass darum die Waschküche unbenutzbar gewesen sei.


    Besuchen Sie die Schweiz; es lohnt sich!

    • Zitieren
  • Aquapainter
    Fortgeschrittener
    Beiträge
    479
    Filebase Einträge
    2
    • 25. Oktober 2004 um 16:48
    • #2

    UAAH... :schock2:

    Da bleib ich lieber wo ich bin...

    Es ist also doch alles wahr - was man sich so über die Schweizer sagt... :biggrins


    Clandestino, Du hast wieder mal super was für die Unterhaltung getan.

    DANKE

    Aquapainter

    Links:
    - SHPplus - Computer - Tuning
    - Meine Gallerie
    - Der Webkatalog (D/CH/AT/EU)

    • Zitieren
  • Quand
    Gast
    • 25. Oktober 2004 um 19:26
    • #3

    :lachen: oh weh wenn das die Schweizer lesen.......

    ist aber Lustig :biggrins :biggrins

    Quand

    • Zitieren
  • Larry
    Gründer
    Beiträge
    1.373
    • 25. Oktober 2004 um 20:27
    • #4

    :lachen: :lachen: :lachen:

    • Zitieren
  • Erazor
    Gründer
    Beiträge
    2.015
    Filebase Einträge
    43
    • 25. Oktober 2004 um 21:54
    • #5

    Thread geschlossen - Die Admins sind Schweizer, so ne Verarschung dulden wir nicht. :zunge2:

    Ne, natürlich nicht, echt geiler Text :lachen: :lachen: :lachen:

    Du bist'n guter Entertainer :cool

    • Zitieren
  • Smeagol
    Gast
    • 26. Oktober 2004 um 10:18
    • #6

    So pingelig wie wir Schweizer sind, werde ich den Text mal korrigieren ;)

    Zitat

    Original von Clandestino
    Ironie wird im Zweifelsfalle eher nicht verstanden.


    Dem Ironie sind noch "Zynismus, Sarkasmus" hinzuzufügen

    Zitat

    Original von Clandestino
    Und wer Sie fragt, ob Sie ein Zältli möchten, der will Ihnen keine kleine Campingausrüstung aufschwätzen, sondern ein Bonbon anbieten


    Zältli gibt es nur in der Ostschweiz (vorallem Zürich). Wir Berner sagen dazu "Täfeli".

    Zitat

    Original von Clandestino
    Gewöhnen Sie sich an das leise Lächeln des Schweizers, wenn Sie sich mit Städtenamen wie Vevey abmühen (Es sei hier verraten: Wöwä).


    Falsch. Vevey heisst Wöwe und nicht Wöwä

    Zitat

    Original von Clandestino
    Die in der Schweiz von Dr. Bircher entwickelte Frucht-Joghurt-Flockenmischung ist hierzulande nämlich ein Müesli.


    Um genau zu sein heisst es Birchermüesli


    Zitat

    Original von Clandestino
    Jeder Schweizer schuldet dem Staat 4 Monate Rekrutenschule (die 'Lehrzeit' in der Armee) und jährliche 'WK's' (Wiederholungskurse, das Absitzen von ein paar Wochen, in Uniform).


    Mittlerweile dauert die RS (RekrutenSchule) 5 Monate

    Zitat

    Original von Clandestino
    Allerdings muss er dann während etwa 30 Jahren einige hundert oder einige tausend Franken 'Militärdienst-Ersatzpflicht-Steuer' bezahlen - egal, ob er keinen Dienst leisten will oder wirklich nicht kann.


    Es heisst Wehrpflicht-Ersatz(-Steuer), denn wir haben eine Wehrpflicht und müssen für die Ersatz zahlen und nicht eine Militärdienst-Ersatzpflicht auf der wir was zahlen müssen wenn wir die nicht befolgen ;)

    Zitat

    Original von Clandestino
    Besuchen Sie die Schweiz; es lohnt sich!


    Das möchte ich noch unterstreichen, denn eigentlich sind wir ganz liebe Leute, wenn auch einige Zeitgenossen etwas zu "schweizerisch" und "eingemauert" denken. Aber das gehört dann eher in die Sparte Politik die ich leider bei diesem netten Text vermisse ;)

    2 Mal editiert, zuletzt von Smeagol (26. Oktober 2004 um 10:20)

    • Zitieren
  • Clandestino
    Gast
    • 26. Oktober 2004 um 11:57
    • #7

    hehehe

    Muss selber schmunzeln manchmal über meine Eidgenossen Kollegen hierzulande.


    Politische Aspekte werden nicht berücksichtigt. Da dies ausarten würde. Zudem lass ich dies lieber jene Leute machen die ehh keine Ahnung haben :D

    Stormy

    eben pingelig(tüpflischisser) :D


    An alle welche von Bern oder der Schweiz kommen:

    Heute wirds ein Schützenfest geben auf der Allmend

    Forza Ambriiiiiii

    Einmal editiert, zuletzt von Clandestino (26. Oktober 2004 um 11:59)

    • Zitieren
  • Smeagol
    Gast
    • 26. Oktober 2004 um 12:45
    • #8
    Zitat

    Original von Clandestino
    Heute wirds ein Schützenfest geben auf der Allmend

    Forza Ambriiiiiii


    Muss ich jetzt auf diese Provokation hin, ein neues Thema starten? :cool :zwinkern:

    • Zitieren

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