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[Idee] Kommunalverwaltung

  • Sauroid
  • 14. März 2015 um 18:53
  • Sauroid
    Anfänger
    Beiträge
    1
    • 14. März 2015 um 18:53
    • #1

    Guten Tag liebe Benutzerinnen und Benutzer (eines Tages vielleicht BenutzX),

    da es hier kein Thema gibt, in dem man Wünsche, Anregungen und Ideen niederschreiben kann, sondern lediglich diese Mod-Ecke, habe ich mich dazu entschlossen, meine Gedanken hier niederzuschreiben, auch wenn ich sie eher als Wunsch sehe, statt einer Aufforderung sie umzusetzen, da ich zumal nicht weiß, in wieweit dies technisch möglich wäre. Zunächst einmal muss ich sagen, dass mir das Spiel großen Spaß macht, wie viele von euch bereits sagten, ist es das, was SimCity 5 hätte werden können und müssen, eine gelungene Stadtbausimulation mit interessanten Aspekten, wie dem Verkehr.

    Doch obwohl ich selbst noch lange nicht alles gemacht habe, was in diesem Spiel möglich ist, kommen mir beim Spielen bereits erste Ideen, Anregungen für Modifikationen, Kritik an die Entwickler, man mag es auslegen, wie es einem gefällt. Während des Spielens ist mir aufgefallen, dass die Kommunalverwaltung nur bedingt integriert ist, es wäre sehr interessant, würde diese ausgeweitet werden, wie genau, dazu komme ich gleich noch. Eine Ober-/Bürgermeisterin/ein Ober-/Bürgermeister ist das Oberhaupt der Verwaltung, durch die Delegierung der Aufgaben auf Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter werden die Bürgermeister entlastet, denn ansonsten müsste jeder Personalausweis, jeder Steuerbescheid von der/dem Ober-/Bürgermeisterin/ein Ober-/Bürgermeister bearbeitet und ausgefüllt werden. In einer Kommunalverwaltung gibt es Fachbereiche und Ämter, die diese Pflichtaufgaben, die eine Stadt erfüllen muss, abdecken. Dabei gibt es verschiedene Konzepte, die zentrale und dezentrale Ansiedlung der Fachbereiche und Ämter, bei uns in der Stadt gibt es so z.B. ein zentrales Bürgeramt in der Innenstadt, darüber hinaus befinden sich in einem Großteil der Stadtteile Bürgerämter als Außenstellen, die die meisten Anliegen der Bürgerinnen und Bürger bearbeiten können. Auch unsere Zulassungsstelle ist ausgelagert. Diese Entscheidung, ob und welche Fachbereiche und Ämter man dezentralisiert haben direkte strukturelle Auswirkungen. Dies wäre ein Konzept, eine Entscheidungsgewalt, die ich mir für Cities: Skylines wünschen würde, denn damit geht auch ein bestimmter Personalbedarf einher, denn bei einer dezentralen Organisation muss ich mehr Gebäude errichten und betreiben und darüber hinaus mehr Amtsleitende und Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter einstellen. Des Weiteren muss ich für die Bürgerinnen und Bürger eine geeignete Anbindung von Bus und Bahn sowie ein ausgebautes Straßennetz gewährleisten können. Die Ämter und Fachbereiche könnten darüber hinaus zusammengefasst werden. Zu jedem Fachbereich gibt es eine Nummer, der Fachbereich Personal beginnt so z.B. immer mit einer 1, jedoch kann die Untergliederung von Stadt zu Stadt anders aufgebaut werden, so haben wir z.B. kein Hauptamt mehr, bei uns haben wir Fachbereich 11: Personal und Organisation. Diese Strukturierung der Ämter und Fachbereiche könnte ebenfalls ins Spiel integriert werden und so den Städteplanern die Möglichkeit geben, Personalkosten zu sparen, denn durch die Zusammenlegung von Ämtern und die Übertragung von Aufgaben auf einen anderen Bereich könnten Gelder eingespart werden, wobei auf Überlastungsanzeigen und Burnout geachtet werden sollte, was bei einer Überforderung der Bediensteten durchaus passieren könnte. Auch wäre es interessant, wenn die Spieler die Möglichkeit bekämen, bei dem Aufbau ihrer Kommune, auf verbeamtete oder angestellte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zurückgreifen zu können, beides hätte Vor- und Nachteile.

    Die/Der Ober-/Bürgermeisterin/ein Ober-/Bürgermeister als das Oberhaupt der Verwaltung ist ein interessantes Konzept, doch bedarf es einiges, das aus einer Bürgermeisterin, einem Bürgermeister, eine Oberbürgermeisterin/ein Oberbürgermeister wird. Ein Oberbürermeister ist ein Zeichen für eine Großstadt, der Spieler könnte die Möglichkeit bekommen ab einer Einwohneranzahl von min. 200.000 Einwohnerinnen und Einwohnern den Titel einer Großstadt zu erwerben und damit verbunden auch den eigenen Titel der Oberbürgermeisterin/des Oberbürgermeisters. Im Verlauf des Stadtwachstums könnten weitere Zusätze für die Stadt erworben werden, so hat eine Stadt z.B. den Zusatz Stadt der Fernuniversität und darauf folgt der Städtename. Dies alles könnte zum Marketing der Stadt beitragen und darüber hinaus eine finanzielle Belastung bedeuten, z.B. einmalig, Austausch der Beschilderung und Umgestaltung der Vordrucke, aber vielleicht auch langfristig, durch den Erhalt des Titels und den damit verbundenen Konsequenzen, wie Sanierungsarbeiten und eine generelle unflexible Gebühr, die monatlich zu entrichten ist.

    In diesem Beitrag bin ich schon mehrfach auf Großstädte und der Stadtverwaltung im Allgemeinen eingegangen, doch wäre es auch interessant, wenn der Spieler nach deutscher Gesetzgebung an die Rangfolge der Finanzmittelbeschaffung gebunden wäre. So muss eine Kommunalverwaltung zunächst versuchen, ihre Pflichtaufgaben durch Sonstige Finanzmittel zu decken. Dies umfasst z.B. Theater- und Kinoeintritte aber auch Knöllchen. Es sind Aufwendungen, die nur einen Teil der Bürgerinnen und Bürger betrifft und nicht andauernd sind. Sollte dies zum Erhalt der Verwaltung nicht ausreichen, dann erst darf auf die zweite Ebene zurückgegriffen werden, die speziellen Entgelte. Damit sind Gebühren und Beiträge, in dieser Reihenfolge, gemeint. Die Gebühren sind in der Regel einmalig, darunter fällt z.B. die Straßenerschließungsgebühr und die Bürgerinnen und Bürger erhalten eine direkte Gegenleistung. Schon etwas negativer sind die Beiträge, z.B. eine Aufwendung zur Beantragung eines neuen Personalausweises. Diese sind oft wiederkehrend, wie im Beispiel genannt, doch auch hier erhält die Bürgerin/der Bürger eine direkte Gegenleistung. Wir alle müssen diverse Steuern zahlen, Hunde-, Gewerbesteuern sind dabei nur zwei Beispiele von vielen. Doch die Steuern bilden erst die dritte und damit vorletzte Ebene, auf die eine Kommunalverwaltung zurückgreifen darf, wenn möglich sollen die Bürgerinnen und Bürger nicht mit Steuern belastet werden, diese sind wiederkehrend und die Bürgerinnen und Bürger erhalten keine direkte Gegenleistung, zwar wird das Geld für Sanierungsarbeiten und dergleichen verwendet, jedoch ist nicht genau nachvollziehbar, wo das eigene Geld jetzt wirklich hingeflossen ist. Dabei könnten sich die Spieler bei der Wahl und Festlegung der Steuern austoben, von diversen Grundbesitzabgaben, bis hin zur PKW-Maut für Inn- und Ausländer/-städtler.

    Wenn diese Ebenen nicht gegriffen haben und die Stadt dennoch ihre Pflichtaufgaben nicht erfüllen kann, erst dann darf sie auf der vierten Ebene Kredite unter Berücksichtigung des Aspektes der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit aufnehmen. Dies bedeutet, dass auch schon Kredite aufgenommen werden können, wenn eine andere Ebene unverhältnismäßig und zur Belastung der Bürgerinnen und Bürger wäre, z.B. der Verkauf und das Leasing eines Straßenzuges. Hier könnte das Spiel noch zwischen kurz- und langfristigen Krediten unterscheiden.

    Es könnte festgelegt werden, wie viele und ggf. auch welche Gelder für den Straßenbau aufgewendet werden und welcher Straßenzug im Einzelnen aufgebessert werden soll, dies hätte eine Straßensperrung und eine Umleitung des Verkehrs zur Folge. Auch den Aspekt des Marketings könnte man mit einbeziehen, wie viel Werbung möchte man für seine Stadt machen?

    Bei der Festlegung der Stadtbezirke könnten Bezirksbürgermeister als Vertretung der Verwaltung eingestellt werden und durch die Festlegung der Häufigkeit der Ratssitzungen könnten wieder anfallende Kosten gesteuert werden, die mit der Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger einher gingen, so sind häufige Sitzungen gut für das Klima beim Volk, aber schlecht für die finanzielle Haushaltslage.

    Man könnte auch noch eine Ebene höher gehen und die Großstadt im weiteren Verlauf zu einem Bund mit den Nachbarstädten zusammenschließen und damit als Vorsitzender eines Kreistages fungieren, damit würde der Spieler die Gewalt über die umliegenden Städte bekommen und seine darüber hinaus weiterführen. Er hätte ein Gesamtbudget, über das er verfügt und auf die Städte aufteilen kann, er könnte seine Stadt zum Hauptsitz des Kreisrates wählen und sie entsprechend vernetzen, um es auch Pendlern einfacher zu machen.

    Das wären meine Ideen und Wünsche für Cities: Skylines, im Grunde kann man es damit zusammenfassen, dass ich mir wünsche, dass die Kommunalverwaltung der BRD in Cities: Skylines eingeführt wird, dies kommt daher, da ich mich mit den anderen Ländern nicht auskenne und auch unser Konzept, über das so viele klagen, gerne mal in einem Spiel umgesetzt sehen würde, zumal es viele interessante Konflikte bietet, da man immer abwägen und sich ständig jemandem rechtfertigen muss, sowohl den Bürgerinnen und Bürgern, als auch den Angestellten und höheren Verwaltungsoberhäuptern.

    Mit freundlichen Grüßen
    Sauroid

    • Zitieren

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