Interessant und erwähnenswert finde ich auch noch, daß sich vom Spreepark zwei Steinwürfe entfernt einmal der Spreetunnel befand.
Berlin ist ja bekannterweise auf Sand gebaut und so hatte man keinerlei Erfahrungen mit dem Bau von U-Bahntunneln. Deswegen errichtete man die ersten Strecken aufgeständert, wie sie noch heute z.B. in Kreuzberg existieren. Da entschloß man sich zu Studienzwecken und weil die damalige Gewerbeausstellung im Treptower Park stattfand zum Bau eines Tunnels unter der Spree hindurch.
Zur Gerwerbeausstellung 1896 schaffte es man mit der Fertigstellung nicht, aber am 18 Dezember 1899 wurde dieser Tunnel der Öffentlichkeit übergeben.
Da es nur eine Röhre mit einem Gleis gab, wurde mit Stab gefahren und so erhielt das Bauwerk bald den Namen: "Knüppelbahn".
1932 wurde er für den Straßenbahnverkehr aufgrund veränderter Verkehrsstrukturen geschlossen, 1936 dann nochmal zu den Olympischen Spielen als Fußgängertunnel eröffnet.
Der Krieg beendete dann die Existenz des Tunnels.
Stumme Zeitzeugen sind In Stralau die Tunnelstraße und auf der Treptower Seite der Platz am Spreetunnel. Soweit ich mich noch erinnere, gibt es noch einen Gullideckel im Trepwtower Park, der die ehemalige Einfahrt in den besagten Tunnel markiert.
So lohnt es sich allemal, dieses geschichtsträchtige Terrain mit ehemaligem Spreepark und -tunnel zu besichtigen und bei "Zenner" kann man immer noch einkehren.
Und für den Bastler in CIM könnte es ja eine kleine Anregung sein, einen Tunnel für Straßenbahnen zu konstruieren...