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"Eisenbahner im Betrieb, Fachrichtung Lokführer und Transport"

  • Flopsi
  • 22. Januar 2007 um 20:41
  • Chevyrider
    Gast
    • 30. Mai 2007 um 10:05
    • #21

    1. Pinkeln tut man an die blinde Seite des Bahnhofs,(also die Seite wo nicht die Passagieren stehen. LOL.)
    Im NL E- Loks hätten wir einen Trichter im Motorraum zum pinklen, aber einigen von aus könnten nicht richten und der Boden des Loks rostete davon.
    So nicht mehr da.
    Wen wir langsamfahren müssen, tun wir ob das Signal rot ist und halten an und öffnen den Kabinetür, und voila. :biggrins

    2. Der Totmannschalter gibts schon noch immer bei uns.
    Muss man halten wehrend die ganze Reise.
    Weil es jetzt Elektrisch angesteuert wird (kein Feder Druck) ,muss man es jeder Minute sehr kurz loslassen und dann wieder eindrücken.
    Wird mit den Fuss bedient.
    Und es gibt einer übernimm Knopf am Steuerpult mit Handdruck, so das man nach die andere Seite der Kabine laufen kann.
    Dies ist benötigt vor allem bei alte Diesel mit der Motorhaube vorne ums Signal in die Kurve zu beobachten.

    Einmal editiert, zuletzt von Chevyrider (30. Mai 2007 um 10:05)

    • Zitieren
  • KawaiiImoto-e
    Schüler
    Beiträge
    58
    • 22. Juni 2007 um 13:07
    • #22

    In der Schweiz ist das Totmann Pedal gefedert, also es muss dauernd gedrückt werden, 50m nach dem loslassen ertönt ein Warnton, falls dann nicht innerhalb von weiteren 50m das Pedal wieder gedrückt wird, wird eine Schnellbremsung eingeleitet.

    Habt ihr im Deutschen und Niederländischen auch einen Langsamgang? Dieser Überprüft ob innert 1600m eine Handlung vollzogen wird (Fahrschalter, Bremsventil, Quittierung Zugsicherung oder Totmann Pedal).

    Und diesen Test musste ich auch machen, musstet ihr auch 20min auf den Bildschirm starren und Quadrate angucken? Und wenn vier Quadrate ein weiteres Quadrat bildet die Taste drücken?

    Übrigens bin ich der Meinung das die Loco-Exe geknackt werden soll.

    Thank you, Seelenquell.. I needed Züri S-Bahn!
    Thank you, allen anderen Moddern für ihre harte Arbeit. Locomotion wurde dadurch nur besser.

    • Zitieren
  • Chevyrider
    Gast
    • 22. Juni 2007 um 19:33
    • #23

    Wen die Totmann Pedalen noch Feder hätten musste man jeder 40 Sekunden einer Quittier Knopf drücken in die Niederlande.
    Weil die Belastung zu anstrengend wäre für die Muskeln, ist das Pedal jetzt elektrisch.
    Quittier Knopf ist pleite und man muss jetzt das Totmann Pedal jeder 60 Sekunden ein Moment Los lassen und danach wieder drücken.

    In Belgien haben sie ein schwebendes Pedal, was in der Mitte Stand gedrückt werden muss.
    Hab da früher mit gefahren.
    Ist ja unheimlich anstrengend.

    • Zitieren
  • Sven86
    Anfänger
    Beiträge
    7
    • 27. Juli 2007 um 21:17
    • #24

    Wenn noch interesse an einem Deutschen Lokführer / Eisenbahner im Betriebsdienst fachrichtung Lok und Transport / Triebfahrzeugführer oder wie er neuerdings heißt Eisenbahnfahrzeugführer besteht,

    Da bin ich, Lach

    Gruss Sven

    PS: Eine PN und man kann MSN und Yahoo Messenger daten bekommen!

    • Zitieren
  • Rheinpfeil
    Anfänger
    • 4. August 2007 um 17:03
    • #25

    Ich bin hier nur stiller Mitleser, wer aber Fragen zur Ausbildung oder auch zum Beruf hat, kann sich gerne per PM bei mir melden. Bin seit 2005 mit der Ausbildung fertig.

    Um es mal kurz Vorweg zu nehmen:
    Der Beruf ist nicht zu unterschätzen, vor allem der Schichtdienst nicht. Als ich mich dafür endgültig beworben habe, habe ich stets gedacht, dass mir dies nicht viel ausmachen würde. Auch während der Ausbildung hat sich da nichts dran geändert. Im Laufe der Zeit spürt man die Auswirkungen aber...
    Du hast, je nach Dienststelle, nur 1-2 freie Wochenenden pro Monat, so ein freies Wochenende sieht oftmals so aus, dass du erst Samstag früh zwischen 0 und 2 Uhr Feierabend hast und am Montag gleich wieder um kurz nach 4 deinen Dienst antreten darfst.

    Während die Freunde feiern, schwimmen gehen oder irgendeine Grillparty machen, hockst du oftmals auf deinem Fahrzeug. Das muss sich jeder vor Augen halten. Wer gerne auf die "Piste" geht und sehr oft mit Freunden etwas unternimmt, der kann sich davon verabschieden. Auch unter der Woche sieht es nicht besser aus. Die letzte Woche hatte ich beispielsweise stets zwischen 13 und 15 Uhr Dienstbeginn, Dienstende zwischen 0 und 1 Uhr. Frühs ist niemand da und wenn du Feierabend hast, schlafen alle. Auch der Partner in der Beziehung muss dies mitmachen.

    Privat hast du also drastische Einschnitte hinzunehmen, da gibt es nichts zu verschönern. Vor allem weil du deine Dienste dann teilweise auch erst 2-3 Tage früher bekommst.

    Auch die Tätigkeit selbst ist sehr anspruchsvoll. Du musst stets konzentriert sein, musst deine Vorschriften abrufbereit wissen. Passiert etwas, egal was (teils auch bei Selbstmördern), wird im Regelfall zuerst deine Handlungsweise überprüft. Dein bester Freund und zugleich dein bester Feind ist die Routine.

    Gerade bei Cargo und im Fernverkehr fährt man zudies die Nacht durch, auch dies ist nicht einfach, da relativ automatisch die Müdigkeit kommt und an deiner Aufmerksamkeit sowie Reaktionsvermögen knabbert.

    Auch in Sachen Bezahlung ist es kein großer Brüller. Bei der DB gehe ich monatlich mit ca. 1450 Euro netto nach Hause. Hier kann man leider keinen Fixwert sagen, da das Gehalt einfach sehr stark mit der geleisteten Arbeit, sprich den Zulagen, zusammenhängt. Bei einigen Privaten verdienst du mehr (gerade SBB Cargo Deutschland, rail4chem), bei vielen weniger (z.B. Cantus, ODEG, PE Cargo).

    Nichts desto trotz macht der Beruf Spaß, ich würde nichts anderes machen wollen. Im Gegenteil, sogar nach zwei Wochen Urlaub ist es ein schönes Gefühl, wieder unterwegs sein zu können. Wie mein niederländischer Kollege schon erwähnte, irgendwie sollte man das Zeug dafür am besten im Blut haben, oder eben dafür geboren sein ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Rheinpfeil (4. August 2007 um 17:03)

    • Zitieren
  • Chevyrider
    Gast
    • 5. August 2007 um 10:39
    • #26

    Ich Grüße dich Kollege.
    Selbst bin ich fast 33 Jahre Lokführer in Holland und ich erkenne ja alle Dinge worüber du schreibst.
    Das größte Problem ist Indertat die Wechslung der Anfangszeiten.
    Nach die Privatisierung fahre ich jetzt nur Passagier-Züge beim NS.
    Um einiger Regelmass zu bekommen mache ich nur späte und Nacht Diensten.
    Hierdurch habe ich ein Rittmuss wo bei ich auch am Feierabend erst zwischen 2 und 3 Nachts zum schlafen gehe.

    Konzentration ist das Stichword für unseres Beruf, und muss angeboren sein.
    Dieser Fähigkeit ist nicht zu lernen.

    Die Zahlung wird ja sicher steigen, weil du noch nicht viel Jahren fährst.
    Bei uns wird das Maximum rund 40 Jahre erreicht und 1900 Euro im Monat ist sicher möglich inklusive die Zuschlagen.
    Nicht viel für alle Verantwortlichkeiten der wir haben, aber es reicht.

    Gute fahrt :zwinkern:
    Chevy,

    • Zitieren
  • Sven86
    Anfänger
    Beiträge
    7
    • 5. August 2007 um 12:50
    • #27

    @ Rheinpfeil,

    Hi

    du sprichst mir aus der Seele.

    Gerade was die Zahllung betrifft, und ich muss sagen ohja man verdient bei manchen Privaten mehr ich sage nur Metronom. Sicher wird sich an den Löhnen was tuen MÜSSEN. Und auch das mit dem Schichtdienst ist nicht immer einfach. So hab eich Freitag Spätschicht gemacht bis 20 Uhr und samstag die Frühschicht beginn 6 uhr. Gut im Personenverkehr ist es dennoch geregelter als im Cargo bereich ein Grund mehr warum ich Personenzüge fahre. GG

    • Zitieren

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