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  • Puzzlespiel trifft auf Wirtschaftssimulation. Was erst ein mal ein bisschen zu sehr nach Casual klingt, entpuppt sich als kleine Perle unter den Indie-Spielen und bietet großen Suchtfaktor.
    Big Pharma heißt das Spiel, welches Anfang Juni 2015 in der Preorder Beta erschienen ist und von Twice Circled entwickelt wird.

    Ziel in Big Pharma ist es, Medikamente herzustellen und sich mit immer neuen Produkten gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Wer bei "Big Pharma" an die Verschwörungstheorie mit dem selben Namen denken muss, der liegt hier gar nicht mal so falsch. In eben dieser wirft man der Pharmazeutischen Industrie vor, absichtlich heilende Medikamente zurückzuhalten und durch Nebenwirkungen wieder neue Krankheiten hervorzurufen. Denn: Wer geheilt wird, braucht keine Medikamente mehr und mehr Kranke bedeuten mehr Gewinn. Vor genau der moralischen Entscheidung zwischen Gewinnmaximierung und möglichst nebenwirkungsfreien Medikamenten steht auch der Spieler in Big Pharma, aber fangen wir von vorne an:


    Begrüßt werden wir in Big Pharma mit einer Liste von Missionen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Auch ein Tutorial, welches einem die grundlegenden Spielfunktionen beibringt, darf natürlich nicht fehlen. Neben dem Tutorial gibt es aktuell fünf Kategorien, in denen man jeweils zwischen fünf unterschiedlichen Missionen wählen kann. Mal muss man einen bestimmten Gewinn erzielen, mal ein besonderes Medikament herstellen, oder aber auch einfach Qualitativ Hochwertige Ware ausliefern. Mit unterschiedlichen Aufgaben sorgt das Spiel dafür, dass man nicht die Lust verliert.

    Das Spielprinzip ist bei allen Aufgaben gleich: Man startet mit einer leeren Karte, auf der man am Anfang mit Recht wenig Platz nur nur zwei Toren zur Außenwelt in das Unternehmertum einsteigt. An einem Tor importiert man einen Rohstoff, sei es ein Drachenkäfer oder aber ein Haufen reaktive Säurepartikel, es scheint als könnten wir aus fast allem ein Medikament zaubern.

    Jede Zutat hat 4 Slots, mit je einer positiven Wirkung (grün) sowie einer zufälligen Anzahl negativer Nebenwirkungen (rot). Die Wirkungen der Zutat entfalten sich aber immer nur in bestimmten Konzentrationen, die Konzentration der Zutat kann mit unterschiedlichen Geräten erhöht und auch wieder verringert werden, um unter schiedliche Wirkungen zu aktivieren. Am Ende möchte man mit möglichst geringen Materialeinsatz ein hoffentlich nebenwirkungsfreies Medikament exportieren. Zusätzlich kann man manche Wirkungen mit bestimmten Geräten und bestimmten Konzentrationen komplett entfernen, oder aber seinen Wirkstoff "weiterentwickeln", um preislich Höherwertige Wirkungen freizuschalten. Wem das noch nicht reicht, der bekommt mit unterschiedlichen Katalysatoren noch mehr Komplexität. Denn diese werden Teilweise auch noch benötigt, um spezielle Aufwertungen zu erreichen.
    Der Puzzle-Faktor kommt zum Tragen, wenn man die Geräte auf der Karte aufstellt. Denn vom Import bis zum Export müssen die Zutaten über Bänder und durch Geräte geschleust werden, und das alles mit einer begrenzten Fläche. Wer hier ineffizient ist, kann schnell bestraft werden. Je kompakter man baut, desto mehr Medikamante kann man produzieren, und das ist gut für den Gewinn.
    Um neue Zutaten und Gerätschaften zu bekommen, kann man Forscher und Erkunder einstellen. Aber selbst wenn sie zu einem Zeitpunkt nicht an einem Projekt arbeiten ist ihre Arbeitskraft nicht verloren: Jeder freie Mitarbeiter sammelt Punkte, die man in die Verbesserung der bereits freigeschaltenen Geräte und Zutaten investieren kann. Bei Geräten bedeutet dies meist geringere Kosten während der Produktion, und Zutaten können günstiger importiert werden.

    Doch was passiert eigentlich, wenn meine Medikamente "schlecht" sind?
    Zum einen sinkt der Verkaufswert. In der Firmenübersicht kann man sich einblenden lassen, welche Bewertung die verschiedenen exportierten Medikamente bekommen haben, und zu welchem Wert sie aktuell verkauft werden. Zum anderen sorgt eine schlechte Bewertung auch dafür, dass die Konkurrenz mit ihren eventuell besseren Produkten den Markt übernimmt. Denn jedes Medikament hat nur einen begrenzten Markt. Wenn nur 1.000 Menschen schnupfen haben, kriegt man nun mal keine 2.000 Schnupfenmedikamente verkauft. Und genau diesen Markt teilt man sich mit den Computergegnern. Spätestens hier heißt es: Schneller und besser sein als die Konkurrenz, aber den Gewinn dabei niemals aus den Augen verlieren. Und letztendlich verfolgt man ja auch noch das Ziel, die Mission erfolgreich abzuschließen - Ob das klappen wird?

    Fazit:
    Mit Big Pharma erwartet einen ein Spiel, welches trotz simplem Spielziel einen hohen Suchtfaktor mitbringt und genügend Spieltiefe besitzt, um einen für mehrere Stunden am Bildschirm zu fesseln. Mit verschiedenen Geräten, zufälligen Zutaten und immer wieder neuen Karten steht man als Spieler vor stetig neuen Herausforderungen. Im späteren Spielverlauf verfügt man über so viele Geräte und Zutaten, dass man schon ein mal den Überblick verliert. Ob einem das Spielprinzip zusagt, sollte man eventuell vor dem Kauf feststellen, zum Beispiel anhand von Youtube Videos o.ä. Zu empfehlen ist hier wie immer Tom.io, der pünktlich zur Veröffentlichung eine Checkliste und ein LP zu Big Pharma erstellt hat:
    Wer jetzt für $19.95 bei Positech Games zuschlägt, kann die Beta sofort spielen und erhält später kostenlos das vollwertige Spiel. Aktuell steht Big Pharma nur für Windows zur Verfügung, Mac OSX Unterstützung soll noch folgen.
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