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  • Einführung:

    Aufbauspiele, davon gab es in den letzten Jahren nicht gerade viel. Um so mehr hat es mich gefreut, als ich von "Lethis – Path of Progress" gehört hatte. Dabei handelt es sich um ein Oldschool 2D Aufbauspiel im Steampunk look. Von der Spielmechanik erinnert mich das ganze an die alte Spielereihe Caesar und von der Optik an Filme wie "Chihiros reise ins Zauberland" oder "Mein Nachbar Totoro".

    Meine Meinung:

    Anfangen möchte ich mal mit dem Herzstück des Spiels. Die ganzen animierten 2D Grafiken sind nämlich sehr Liebevoll und detailgetreu gestaltet. Gerade am Anfang ist man bei jedem neuen Gebäude erst einmal beschäftigt alles zu entdecken. Zumindest ging es mir dabei so. Der Zoom geht mir persönlich leider nicht nah genug ran, aber riesen Seidenraupe oder Dampf betriebene Haushaltsroboter sorgen trotzdem für diesen bestimmten Steampunk flair. Dazu kommen 20 passende Musikstücke die das ganze feeling abrunden.
    Die Story gefällt mir persönlich nicht so gut. Soweit ich das nach 20 Stunden Spielzeit beurteilen kann, spielt man unterschiedliche Bauherren, die für einen Adeligen, Dörfer/Städte aus verschiedenen Gründen wieder Aufbauen müssen. Vielleicht habe ich auch noch nicht weit genug gespielt, um die ganze Geschichte zu verstehen. Nette Passagen gibt es in der Story aber trotzdem, wie zum Beispiel die Erklärung zur Entwicklung der Industrialisierung. Dies geschah nämlich mit der Erforschung von Dampf, den man in kleinen Kapseln speichern kann und somit wie eine art von Batterie funktioniert. Sehr ernst darf man daher das Spiel nicht nehmen, Steampunk eben.
    Das Spielprinzip ist wie gesagt ganz klassisch gehalten. Es gibt um die 25 Waren zu produzieren. Einige dieser Waren besitzen eine mehr oder weniger lange Produktions Kette,wie man es aus anderen Spielen kennt. Zum Beispiel Getreide wird in einer Mühle zu Mehl verarbeitet und das Mehl wird dann beim Bäcker zum Brot. Dabei sind dann die Wege ein wichtiger Punkt und die Verwaltung der Lagerhäuser.
    Zudem gibt es verschiedene Zivilisationsstufen der Arbeiterhäuser, mit jeder Zivilisationsstufe steigt natürlich das Verlangen nach neuen Waren, diese wirken sich aber nur auf die maximale Anzahl der Bewohner in den einzelnen Häuser aus und nicht etwa, wie bei Anno, auf den Techtree. Dieser Techtree ist nämlich bei jedem Spiel von Anfang gleich komplett baubar. Das heißt man muss nichts Erforschen um ein bestimmtes Gebäude bauen zu können. Allerdings sind nicht immer alle Gebäude in jeder Mission verfügbar, das wechselt sich immer wieder ab. So kann man beispielsweise in einer Mission nur mit Kürbis oder Fischen den Nahrungsbedarf decken und in anderen steht einem alles zu Verfügung.
    Am Anfang kann das einen schon den Hals kosten, in dem man zu schnell zuviel Baut und einem später das Gold ausgeht. Aber trotz den über 40 Gebäuden und über 20 Waren stellt sich dann irgendwann eine Routine ein. Bis jetzt macht es noch richtig Spaß, aber ich kann mir vorstellen, in den nächsten 20 Spielstunden wird es irgendwann langweilig werden. Denn man hat mit der Zeit jede Motte die um eine Laterne kreist und jeden Fuchs der hinter einem Baum verschwindet gesehen...

    Features:

    • Eine Kampagne mit 26 Missionen, in 3 Schwierigkeitsgraden
    • Einen Sandkasten-Modus, für endlosen Spielspaß
    • Über 24 Waren zu produzieren
    • Über 40 Gebäude zu errichten, sowie 4 einzigartige Monumente.
    • Über 15 verschiedene Charaktere, welche durch die Städte ziehen.
    • Karten mit bis zu 400x400 Kacheln
    • Ein fantastischer Soundtrack mit über 20 verschiedenen Titeln.



    Fazit:
    Das ganze ist also kein perfektes Spiel. Denn noch würde ich es jeden Aufbauspiele und/oder Steampunk Fan empfehlen. Alleine durch die vielen kleinen Details in der Optik ist das Spiel für mich ein kleines Kunstwerk. Das ganze gibts bei Steam für 18,99 Euro.

    Vorsicht:
    Das Spiel unterstützt KEINE Intel integrated Graphikkarten!


Kommentare 5

  • Achso. Der Laptop hat bestimmt eine OnBoard Grafikkarte oder? Haste es dort schonmal im Fenstermodus vrrsucht?
  • Man kann eben nichts speichern wenn man in den Optionen gefangen ist. Ich hab das Spiel gestartet und bin gleich in die Optionen rein, weil ich meist ohne "Musik" spiele. Also geändert und wollte aus dem Menü wieder raus, aber es geht nicht. Dann hab…
  • Welche Einstellungen meinst du direkt ? Bei der Änderung von Auflösung und Sprache muss das Spiel neugestartet werden. Aber man kann ja vorher Speichern, so das nichts verloren geht. Das ist in einigen Spielen aber so.
  • Ausgereift ist das Spiel nicht wirklich. Jedenfalls hat es noch so einige Problemchen. Beispielsweise das Optionsmenü. Egal ob man am Anfang seine Einstellungen tätigt oder während des Spieles etwas verändern will, es gibt dann kein zurück mehr.…
  • Wirkich tolles Review :) Gefällt mir gut!