News mit dem Tag „Rollenspiel“

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Heute gibt es mal ein Review zu einem doch sehr ungewöhnlichen aber überaus interessanten Spiel: Bounty Train. Entwickelt wurde das Spiel von Corbie Games Studio und publiziert von Daedalic Entertainment.

    Um was geht es in Bounty Train? Eigentlich ist dies ganz einfach zu erklären, eigentlich... Das Spiel ist im 19. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten angesiedelt - mit viel Wilder Westen, Cowboys und Indianer - und ihr müsst eure Familie wiederfinden und die Vertreibung der Ureinwohner verhindern - soweit so gut. Euch gehört zu Beginn eine Dampflok mit 2 Wagen für Fracht und Passagiere. Mit diesem Zug müsst ihr euch den Weg durch die USA schlagen, mit all den Gefahren und historischen Ereignissen. Ihr kauft diverse Frachtgüter ein und bringt diese in die nächste Stadt - dabei müsst ihr auch Streckenlizenzen kaufen um weitere Ziele frei zu schalten. Unterwegs lauern zahlreiche Gefahren wie Indianer, Banditen oder Soldaten die euch das Leben schwer machen und euch an euer Vorhaben hindern wollen. Hier wird aus einer klassischen Wirtschaftssimulation eine Art Rollenspiel: Mit eurem Charakter müsst ihr den Zug verteidigen aber auch darauf achten, das ihr nicht selbst bei dem Gefecht drauf geht.

    In den Bahnhöfen der jeweiligen Städte, können Mann und Material geheilt beziehungsweise repariert und Frachtgüter, Aufträge, oder weiteres Personal angeheuert werden.

    Ihr erhalten neben eurer Hauptaufgabe noch Nebenmissionen die ihr erfüllen könnt um so auch weiteren Einfluss in den Handlungsverlauf nehmen zu können. Neben einfachen Missionen wie "Bringe Passagier von A nach B" gibt es auch schwierige, wie bestimme Artefakte für die Indianer zu finden oder Gangster zu erledigen.

    Spielemachnik:
    Bounty Train ist einerseits eine klassische Wirtschaftssimulation, andererseits auch ein Rollen- & Strategiespiel angelegt im 19. Jahrhundert. Diese Mischung ist sehr stimmig könnte manch Genrefan aber auch überfordern - allgemein hat das Spiel einen sehr hohen Schwierigkeitsgrad der mit dem ersten Patch etwas entschärft wurde. Gerade am Anfang, werden viele Spieler neu anfangen müssen, da einen schnell das Geld ausgeht oder Gegner zu übermächtig sind. Im weiteren Spielverlauf wird es dann einfacher und wir können uns weitere Wagen und Besatzung dazu kaufen, oder unsere Lok gegen ein stärkeres Modell austauschen.

    Der Handel ist intuitiv gestaltet: Auf der Übersichtskarte erhalten wir einen Überblick, was welche Stadt an Waren benötigt. Diese können wir dann günstig Einkaufen und teuer verkaufen - oft sind gerade am Anfang die Einnahmen viel zu gering, da das Geld meist für Räuber oder Indianer drauf gehen - entweder als Bezahlung damit diese einen in Ruhe lassen, oder für die Instandsetzung unseres Zuges oder der Besatzung. Oft lohnt ein Blick ins Rathaus der jeweiligen Stadt. Dort verbergen sich lukrative Angebote für Warentransporte von A nach B - auch wenn man Waren im freien Handel erworben hat, kann man diese oft viel teurer durch Aufträge verkaufen als durch den normalen Marktplatz.

    Alles im Blick: Die Übersichtskarte zeigt Städte und Feinde entlang der Strecke. Durch ein Mausover über eine Stadt, wird der Warenbedarf angezeigtWarenhandel geschieht in den Städten. Hier könnt ihr auch Reparaturen durchführen oder neues Rollmaterial erwerben. In der City Hall stehen diverse Aufträge zur Verfügung.Wir kaufen uns neue Wagen für unseren Zugverband. Die Icons und Beschriftungen zeigen an, wie viel Ware oder Personen in die jeweiligen Wagen passen.


    Auf der Übersichtskarte erfahren wir auch, was für Gegner uns auf der Strecke erwarten und ob uns diese gnädig gestimmt sind oder nicht - bei gut-gestimmten Gegner können wir oft günstig Waren einkaufen - durch Tribute können wir die Stimmung beeinflussen, so können schnell aus Feinde auch Freunde werden!

    Unterhaltsam sind die strategischen Elemente, die oft nur mit durchdachter Planung zu meistern sind. Wenn eine Schar von Indianer neben uns her reiten und probiert auf unseren Zug zu steigen, müssen wir drauf achten, welchen unserer Kameraden wir in den Faustkampf schicken, denn jeder Charakter hat auch unterschiedliche Eigenschaften und Stärken. Ein guter Schütze muss nicht automatisch gut im Einzelkampf sein! Darauf müssen wir auch beim Anwerben achten, eine gute Mischung mit an Board zu haben kann den entscheidenden Vorteil bringen. Wenn ein Charakter stirbt, dann ist dies auch endgültig und im Hardcore-Modus ist sogar ein Game-Over nicht mehr durch Laden rückgängig zu machen.

    Grafik
    Die Grafik ist hübsch gestaltet und bietet viele nette Details. Die Fahrzeugmodelle und Städte sind sehr detailgetreu und abwechslungsreich - nur die Gefechtslandschaften sind oft etwas zu eintönig und wiederholen sich schnell. Dafür sind dir Kämpfe sehr effektreich und Explosionen, gerade wenn in unserem Frachtwagen eine Fass Alkohol explodiert, sehen einfach fantastisch aus!

    Bei vielen Aufträgen die wir nebenbei absolvieren, kommt es oft zu Rucklern und unsere Auftragsleiste wird unübersichtlich und träge beim scrollen aber alles verschmerzbar.

    Die Gefechte bieten viel Abwechslung und sind hübsch gestaltet mit schönen Effekten - oft aber auch zu schwer.Durch Tribute erhalten wir auch Zugang zu Indianern oder Banditen und können mit diesen Handeln oder neue Kameraden anheuern.Jeder Charakter hat andere Stärken oder schwächen und können neue Eigenschaften oder Verbesserungen erlangen.


    Sound
    Die Soundkulisse ist, gerade in Gefechten, abwechslungsreich und ansprechend - nur bei eher simplen Aufgaben in Bahnhöfen oder auf der Übersichtskarte fehlen einige interessante Effektsounds oder Musikstücke - es wiederholt sich sehr schnell alles.

    Fazit
    Bounty Train ist ein tolles Spiel! Auch wenn gerade am Anfang der Frust aufgrund des Schwierigkeitsgrad sehr hoch sein kann, bleibt die Lust am Spiel bestehen und man erkämpft sich langsam etwas Geld und Ruhm um weitere Investitionen zu tätigen - das Spiel bleibt aber eine Herausforderung und Neueinsteiger werden es wahrscheinlich schwer haben. Die Mischung aus Rollenspiel und Wirtschaftssimulation inklusive der strategischen Elemente ist aufregend und genial umgesetzt. Da Bounty Train noch im Early Access ist, möchte ich aber noch kein endgültiges Fazit abgeben, kann es aber jedem empfehlen der sich für solch eine Art von Spiel interessiert. Daher gibt es von mir eine absolute Kaufempfehlung für Freunde dieses Genres!

    Videoreview


    Fortsetzung des Reviews (Achtung SPOILER!!)


    Release:2015
    Entwickler:Corbie Games
    Publisher:Daedalic Entertainment
    Plattformen:Windows
    WiSim-Welt Empfehlung:Für eingefleischte Spieler und Genrefans bestens geeignet!



    PC-Systemanforderungen (mindestens/empfohlen):

    Betriebssystem:Windows
    Prozessor:2.5 GHz Dual Core CPU
    RAM:4 GB
    Grafikkarte:AMD Radeon HD 8350, GeForce 8600 GT
    Speicherplatz:1500 MB


    Betriebssystem:Windows
    Prozessor:2.8 GHz Multi Core CPU
    RAM:6 GB RAM
    Grafikkarte:AMD Radeon HD 6570, GeForce 9600 GT oder besser
    Speicherplatz:1500 MB
  • Einer, wie ich finde, interessantesten Spielevorstellungen auf der gamescom war beim Publisher Daedalic zufinden - Bounty Train.

    Entwickelt wird das Spiel von "Corbie Games Limited", einem Indie-Studio aus Kiev. Die Handlung von Bounty Train ist etwas schwer zu beschreiben. Das Spiel verbindet das Beste aus Handelssimulationen, Echtzeitstrategie und Rollenspiel in einem historischen Ambiente.

    Der Spieler muss in Echtzeitgefechten um sein Überleben kämpfen und mit Truppen versuchen, seinen Zug und die darauf befindliche Fracht zu schützen. Zu Beginn muss ein Zugverband zusammengestellt werden, um bestimmte Güter von A nach B zu bringen. Dies geschieht in den jeweiligen Ausgangsbahnhöfen auf der die Güterwagen hinzugefügt werden können. Neben dem beladen von Fracht, müssen in den Wagen auch Schutzeinheiten platziert werden, die bei einem Gefecht sofort eingreifen können.

    Hinzu kommen Aufträge von historischen Figuren um den Verlauf der Geschichte zu beeinflussen. Der Spieler kann sich dabei auch einer der 4 Fraktionen anschließen wobei darauf zu achten ist, die Balance im Auge zu halten weil die Fraktionen als Handelspartner und Verbündete wichtig sind, sich aber auch Gegenseitig beeinflussen oder ausschließen.

    Nebenbei gibt es auch historische Ereignisse wie den Bürgerkrieg oder das Attentat auf Abraham Lincoln was den Verlauf des Spiels nachhaltig verändern kann. Je nachdem wie sich der Spieler entscheidet, tritt einer der fünf möglichen Enden ein.

    Bounty Train vereint eine vielzahl Genres und fügt sie zu einem außergewöhnlichen Spiel zusammen.


    Release am 17.8.2015 für PC auf Steam geplant.